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Horst Königstein

Redakteur, Autor, Regisseur beim Norddeutschen Rundfunk (NDR)

Geboren 1945 in Bremen. 1975 Promotion an der Universität Bremen über das Thema: "Bausteine einer emanzipatorischen Medienpädagogik". Seit 1962 freier Mitarbeiter im Hörfunk von Radio Bremen, ab 1968 Fernsehen Radio Bremen. 1969 wurde er mit dem Förderpreis für junge Journalisten der ARD, dem Kurt-Magnus-Preis, ausgezeichnet.

Seit 1970 ist er Redakteur im Norddeutschen Rundfunk. In der Redaktion "Weiterbildung" betreute Königstein Sendereihen für Jugendliche ("Sympathy for the Devil"), über Kommunikationsforschung und Geschichte des Alltags. Er förderte besonders den Dokumentarfilm und den historischen Recherchenfilm, darunter Projekte von Wildenhahn/ Tuchtenhagen und Behrens/Kuball. Mit Heinrich Breloer entwickelte er eine dokumentarisch-spielerische Mischform, darunter "Das Beil von Wandsbek" (1981), "Die Staatskanzlei" (1989), "Die Manns" (2001, "Propaganda" (2004) und zuletzt "Speer und er" (2005).

In den 80er Jahren arbeitete Königstein – neben seinen redaktionellen Projekten – als Autor und Regisseur. Er gewann internationale Preise mit "Du bist meine Mutter" (1984) und "Besuch bei Joan" (1986). Mit Wolfgang Menge realisierte er das Großprojekt über Alltagsleben im Berlin der Nazi-Zeit "Reichshauptstadt privat" (1987). Er ist außerdem als Theaterregisseur tätig.
Seit 1989 ist Horst Königstein Redakteur für Sonderprojekte im Bereich Fernsehspiel/Unterhaltung/Serien des NDR. In dieser Eigenschaft betreut er alle Docu-Dramen von Heinrich Breloer.

Seit 1991 ist Horst Königstein Professor für den Bereich "Fernsehen“ an der Kunsthochschule für Medien in Köln. Er ist Mitglied der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste.

Dr. Horst Königstein wurde 1993 die "Besondere Ehrung“ im Rahmen des 29. Adolf-Grimme-Preises verliehen (Würdigung der konzeptionellen und kontinuierlichen Leistungen auf dem Gebiet des zeitkritischen Fernsehspiels). Zu seinen weiteren Auszeichnungen gehören zahlreiche Grimme-Preise, Preise beim New York Film Festival, DAG-Preis, RTL-Goldener Löwe u.a.
Horst Königstein verstarb am 12. Mai 2013.

Filmografie

Bio-/Filmographie
1962 - 1970 Radio Bremen:
Entwicklung der Form Radio Vérité, gemeinsam mit Manfred Miller
1968 Bang Bang Shoot Shoot - Variationen zum Thema der Gewalttätigkeit
1969 Ole Amigos
1970 Die Rose war rot
ab 1967 freier Mitarbeiter des Fernsehens von Radio Bremen (Beat-Club, Nordschau), z.B. Tommy (The Who, Interview Frank Zappa), Genre-Analysen in Form von Kurzfilmen für die TV-Sendungen Hinter der Leinwand: Horror-Film, Italo-Western, Pauker-und-Penne-Filme
1969/70 Schulgeeignetes Fernsehe“ für Bremen und Bremerhaven
1969 Was ist Beat? Keine Musiksendung mit Manfred Miller
1970 – 1988 Redakteur, Autor und Regisseur im Bildungsfernsehen des NDR, ab 1978 in der Redaktion "Weiterbildung I“
Seit 1989 Redakteur, Autor und Regisseur im Programmbereich Fernsehfilm, Unterhaltung, Serien, Redaktion Sonderprojekte

Arbeiten als Redakteur, Filmemacher, Autor und Regisseur
1972 Sympathy for the Devil (13 Folgen) – eigene Filme: Warum Helmut eines Tages aussteigen wollte; Ich muss hier raus; Das größere Geräusch
1973 Fernsehen über Fernsehen (7 Folgen); Die Drei (8 Folgen): Fernsehauge (8 Folgen). Eigene Filme: Die Wahrheit muss geübt werden; Wer kontrolliert das Fernsehen; Auch ein Bericht aus Bonn (mit Heinrich Breloer); Mein Leben war auch kein Spaß (mit Heinrich Breloer)
1976 Die Leute von Mümmelmannsberg (mit Hansjürgen Rosenbauer)
1973 - 1978 Redakteur der Dokumentarfilme von Klaus Wildenhahn und Gisela Tuchtenhagen: Der Mann mit der roten Nelke; Emden geht nach USA (* Grimme-Preis)
1977 Reihe "Sympathy for the Devil" – Neubearbeitung. Eigene Filme: Ringo und die Stadt am Ende des Regenbogens; Superstar; Als der Teufel seine Musik verlor
1978 Rock'n Roll Music (mit Klaus Kuhnke, Manfred Miller), 11-teilige Reihe
1978 Elvis – Ein amerikanischer Tod; Reihe Familienkino (mit Alfred Behrens und Michael Kuball, * Grimme-Preis).
1978 So eine Tournee macht einen reichlich ko. 2-Teiler über Udo Lindenberg on the Road
1979 Adolph-Passage
1979 Der Tag, an dem Elvis nach Bremerhaven kam (Regie: Peter F. Bringmann; Buch: Horst Königstein)
1980 Schiller-Oper – Ein vergessenes Theater in Altona (Festival dei Popoli, Florenz)
1980 Trude und Christa
1980 Die Bogenmacher
1981 Reihe Jetzt kommt die Flut; Lastwagenkrieg (mit Niklas Stiller und Peter Glaser); Liebe, Geld und Tod (mit Anette Humpe; * Grimme-Preis); Die Fantasie an der Macht (mit Michael Rutschky und Rainald Goetz); Wer sind die Herren der toten Stadt? (mit Hans-Heinrich Ziemann)
1982 Das Beil von Wandsbek (mit Heinrich Breloer; *Grimme-Preis; Tele-Incontro, New York Television-Festival)
1982 Treffpunkt im Unendlichen (Doku; Heinrich Breloer; * Grimme-Preis; Input Festival for Public Service TV)
1982 Haus Vaterland (mit Walter Thielsch, Karsten Witte, Peter Glaser)
1984 Treffpunkt im Unendlichen (Spielfilm)
1984 Du bist meine Mutter
1985 Die Geldverleiherin (mit Bodo Kirchhoff; Input Festival for Public Service TV)
1985 Besuch bei Joan (mit Caas Enklaar; New York Television Festival)
1987 Reichshauptstadt privat (mit Wolfgang Menge), 2 Fernsehfilme und 4 Begleitsendungen (Ein Sittenspiegel)
1987 Illusionen – eine Revue in Trümmern
1988 Macht und Machenschaften, Inszenierung einer szenischen Lesung auf Kampnagel, Hamburg (mit Heinrich Breloer); (Barschel-Untersuchungsausschuß - Skierka/Schnibben)
1988 Ein König in seinem Reich (mit Ruth Niehaus)
1988 Blandine - eine Lebensmusik (4-Teiler mit Blandine Ebinger)
1989 2000 Hamburg 2000 – 3 Teile
1989 Jenninger (mit Werner Hill)
1989 Die Staatskanzlei (Idee: Königstein/Schnibben/Skierka)
1989 Häuser auf dem Sunset Boulevard (mit Luc Jochimsen)
1989 Kohl – ein deutscher Politiker (mit Werner Hill)
1989 Gütt- ein Journalist (mit Hans-Heinrich Ziemann), * Fernsehfilmpreis der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste, Sonderpreis (Darstellung) für Traugott Buhre
1990 Hard Days Hard Nights (Kinofilm, Prädikat: Wertvoll)
1990 - 2000 Heimatabend (* 3 Nominierungen für den Grimme-Preis)
1991 Kollege Otto (Buch, Regie: Heinrich Breloer; Redaktion)
1991 - 2001 Videotagebuch (Redaktion)
1992 Hamburger Gift (mit Cordt Schnibben; * DAG-Preis in Gold)
1993 Zwei Tage mit Werner Höfer: * Grimme-Preis besondere Ehrung; Würdigung „der konzeptionellen und kontinuierlichen Leistungen auf dem Gebiet des zeitkritischen Fernsehspiels“
1993 Denver-Clan ohne Maske (mit Al Corley; 2 Teiler)
1993 Wehner – die unerzählte Geschichte, 2-Teiler (Buch, Regie: Heinrich Breloer; Redaktion), * Prix Europa, * Grimme-Preis, * DAG-Preis in Gold
1994 Letzter Tanz/Nackte Tanzlust (mit Al Corley)
1994 Der Mann im schwarzen Mantel (mit Birgit Lahann)
1995 Einmal Macht und zurück (Buch, Regie: Heinrich Breloer; Redaktion)
1995 Dicke Freunde (Buch: Torsten Schulz)
1995 Liane Ein Fernsehmusical (Buch mit Frank Gaede)
1997Todesspiel - 2 Teile (Buch, Regie: Heinrich Breloer; Redaktion)
1997Nächte mit Joan
1997 Einfach raus (Idee)
2001 Jud Süss – Ein Film als Verbrechen? (mit Joachim Lang)
2001 Die Manns (3 Teile – Buch: Heinrich Breloer und Horst Königstein; Regie: Heinrich Breloer) * Grimme-Preis; Bayerischer Fernsehpreis 2002: * Sonderpreis; San Francisco International Film Festival: * Golden Gate Award; Deutscher Fernsehpreis 2002: * Fernsehereignis des Jahres; International Emmy Award 2002
2003 Verkauftes Land
2004 Propaganda
2005 Speer und er (Buch mit Heinrich Breloer)

Theaterproduktionen
1996 Nächte mit Joan – Theaterstück von Horst Königstein, Hamburger Kammerspiele, Uraufführung Oktober 1996, Regie
1998 Elixier, Musical von Kati Naumann und Tobias Künzel, Oper Leipzig, Uraufführung Februar 1998, Regie
2000 Mr. Peter's Connections von Arthur Miller, Hamburger Kammerspiele 2000, Regie
2000 Mein Jahrhundert von Günter Grass, szenisch eingerichtet von Horst Königstein, Thalia-Theater Hamburg 2000
2004 6 Tanzstunden in 6 Wochen, St. Pauli Theater mit Monica Bleibtreu und Gustav Peter Wöhler


Auszeichnungen
1969 Kurt Magnus-Preis: Förderpreis der ARD für junge Journalisten
1982 Schiller Oper: Festival dei Popoli, Florenz
1983 Das Beil von Wandsbek: * Grimme-Preis/Sonderpreis NRW; Input Festival for Public Service TV, Tele-Incontro: * Preis als bester europäischer Spiel-Zweiteiler; International Film and Television Festival New York: * Gold Medal
1984 Du bist meine Mutter: * Grimme-Preis; Input Festival for Public Service TV
1985 Besuch bei Joan (mit Caas Enklaar): * TZ-Rose; International Film and Television Festival New York: * Finalist
1992 Hamburger Gift (mit Cordt Schnibben): CIRCOM, Montréal; Input Festival for Public Service TV; * TZ-Rose im Dezember; * DAG-Preis in Gold; * Sonderpreis der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste
1993 * Grimme-Preis: Besondere Ehrung für Horst Königstein - Würdigung „der konzeptionellen und kontinuierlichen Leistungen auf dem Gebiet des zeitkritischen Fernsehspiels"
1997 Todesspiel - 2 Teile ( Buch, Regie; Heinrich Breloer ; Redaktion): * RTL-Goldener Löwe
2001 Die Manns - 3 Teile (Buch: Heinrich Breloer und Horst Königstein; Regie: Heinrich Breloer): * Grimme-Preis; Bayerischer Fernsehpreis 2002: * Sonderpreis; San Francisco International Film Festival: * Golden Gate Award; Deutscher Fernsehpreis 2002: * Fernsehereignis des Jahres; International Emmy Award 2002
* Hanns-Joachim Friedrichs Preis
* Siebenpfeiffer-Preis 2005 (zus. mit Heinrich Breloer)

Auszeichnungen für Projekte, die der Redakteur Königstein betreute
1976 Emden geht nach USA (Regie: Klaus Wildenhahn/GiselaTuchtenhagen): * Grimme-Preis
1978 Familienkino (Regie: Michael Kuball/Alfred Behrens): * Grimme-Preis
1981 Liebe, Geld und Tod (Regie: Anette Humpe): * Grimme-Preis
1983 Treffpunkt im Unendlichen (Doku; Regie: Heinrich Breloer): * Grimme-Preis; Input Festival for Public Service TV
1989 Die Staatskanzlei (Idee: Königstein/Schnibben/Skierka; Buch, Regie: Heinrich Breloer): * Kulturpreis Schleswig-Holstein, * Fernsehfilmpreis der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste 1990
1991 Gütt- ein Journalist (mit Hans-Heinrich Ziemann). * Fernsehfilmpreis der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste, Sonderpreis (Darstellung) für Traugott Buhre
1991 Kollege Otto (Buch, Regie Heinrich Breloer): * Bayerischer Kulturpreis; * AZ-Stern, * Grimme-Preis 1992, * Goldener Gong
1993 Wehner – die unerzählte Geschichte, 2-Teiler (Buch, Regie: Heinrich Breloer): * Prix Europa; * Grimme-Preis, * DAG-Preis in Gold

Veröffentlichungen/Lehrtätigkeit
1967 - 1969 freier Autor der Zeitschrift "Film“ (Hannover) – Filmkritiken und Filmanalysen (Horror-Filme, Italo-Western, Sexfilme, B-Filme); Reihe: "Das Recht auf Lust"
1975 – 1998 Zusammenarbeit mit Udo Lindenberg. Wichtige Alben: Rock Revue 1 und 2, Hermine, Gustav, Belcanot, Idee der Lindenberg-Revue mit Peter Zadek
1979 - 1984 Zusammenarbeit mit Peter Gabriel (Deutsches Album 1 und 2)
1983 Suhrkamp Band Schiller-Oper
1983 Essay "Tanz mit mir mein Mädel“. In: Errungenschaften – hrsg. v. Michael Rutschky
1983 Heinrich Breloer, Horst Königstein: Blutgeld - Materialien zu einer deutschen Geschichte
2001 Heinrich Breloer, Horst Königstein: Die Manns - Ein Jahrhundertroman

1972-78 Lehraufträge an den Universitäten Göttingen, Bremen, Giessen - Schwerpunkte Sendungen für Jugendliche, Filmanalysen, Medienkritik, Visuelle Kommunikation
1978 Lehrauftrag an der Hochschule für Fernsehen und Film München
Seit 1991 Professur für Film/Fernsehen an der Kunsthochschule für Medien Köln, gemeinsam mit Dr. Hansjürgen Rosenbauer und Dr. Alfred Biolek.

Stand: 15.05.2013

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