Wettbewerb für Abschlussfilme deutschsprachiger Filmschulen

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Hatice Akyün

© André Rival

Journalistin und Autorin

Hatice Akyün zieht 1972 im Alter von drei Jahren mit ihrer Familie aus dem zentralanatolischen Dorf Akpinar Köyü nach Duisburg. Die Tochter von Analphabeten lernt Deutsch mit Grimms Märchen und Büchern von Hanni und Nanni.

Nach einer Lehre als Justizangestellte beim Amtsgericht geht sie als Au-pair-Mädchen für ein Jahr nach New York. Als in der Lokalredaktion Duisburg der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung (WAZ) jemand gebraucht wird, der für Gerichtsreportagen türkische Kriminelle interviewt, entdeckt sie ihre Leidenschaft für den Journalismus, macht das Abitur nach, studiert und volontiert.

Als Society-Reporterin beim Berliner Lifestyle-Magazin „Max" bittet sie die damalige Schweizer Botschaftergattin Shawne Fielding zum Skandal-Interview und setzt sie für ein Fotoshooting in der Botschaft auf ein Pferd. Seit 2003 schreibt sie als freie Journalistin unter anderem für den SPIEGEL, Stern, EMMA und den Berliner Tagesspiegel. Für den SPIEGEL verfasst sie die Titelgeschichte „Allahs rechtlose Töchter" sowie die Reportagen „Eine Stadt wie ein Versprechen" über junge türkische Akademikerinnen in Istanbul und „Der Denkzettel" über den Solinger Brandanschlag - zehn Jahre danach.

2005 erscheint ihr erstes Buch „Einmal Hans mit scharfer Soße", in dem Hatice Akyün humorvoll über ihr Leben in den Parallelwelten zwischen Bosporus und Berlin erzählt. Gemeinsam mit Ruth Toma arbeitet Hatice Akyün derzeit an der Drehbuchadaption ihres Buches.

In „Ali zum Dessert – Leben in einer neuen Welt“ (2008) berichtet die nunmehr junge Mutter, wie zwei türkische Familien fröhlich-chaotisch in ihr deutsches Leben funken.

2009 wurde sie mit dem Duisburger Preis für Toleranz und Zivilcourage ausgezeichnet. Ihr Blog „Neulich in der Parallelwelt“ erhielt im gleichen Jahr den Grimme Online Award. Im Rahmen des VOX-Formats „Frauenzimmer“ war sie regelmäßig im deutschen Fernsehen zu sehen. Seit 2011 schreibt sie wöchentlich eine Kolumne im Berliner "Tagesspiegel". Für das ZDF arbeitet sie an einem Fernsehspieldrehbuch.

Hatice Akyün lebt mit ihrer Tochter in Berlin, wo sie nach eigener Aussage "immer einen Türkenkoffer stehen hat".

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