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Die Preisträger 2002
Preisverleihung im Theater am Potsdamer Platz, Berlin.
26. August 2002.
Der deutsche Nachwuchspreis FIRST STEPS 2002 in der Kategorie "Kurz- und Animationsfilme bis 25 Minuten"
Alles Anders
Regie: Ina Weisse, Buch: Aurel Bantzer, Kamera: Aleksandar Kerkovic, Produktion: Susanne Spellitz (Filmstudium Universität Hamburg/Hamburger Filmwerkstatt e.V.)
Begründung der Jury, vorgetragen von Suzanne von Borsody:
Viele gute Filme haben wir gesehen, mehr als wir nominieren konnten und sogar mehr, als wir in eine Kategorie fassen wollten. Warum bloß gibt es keinen Preis für den besten Animationsfilm, haben wir uns in der Jury gefragt. Vor allem, nachdem wir den Film "Das Schloss" gesehen hatten, in dem Tine Kluth die Geschichte von einem verwunschenen Schloss so komplex und so dicht erzählt, dass sich der unheimlichen Atmosphäre dieser Dracula-Variation niemand entziehen kann. Oder: Warum gibt es keinen Preis für den besten Musicalfilm? Das haben wir uns gedacht, als "Hier bei mir" von Tanja Brzakovic lief, in dem die Regisseurin nicht nur den Mut aufbringt, in einem kleinen Film großes Musical zu probieren, sondern auch die nötige Choreographie mitbringt. Ein Preis für den besten Schauspielerfilm hätte sich auch angeboten für "Alles anders", nicht nur weil die Regisseurin Ina Weisse selbst Schauspielerin ist, sondern weil er zeigt, wie fein und vollendet eine Dramaturgie auch in fünfzehn Minuten entwickelt werden kann. Den poetischsten Film hätten wir als Kategorie einführen können für "Insel der Schildkröte" von Maru Solores, die es geradezu mit Naturgewalt versteht, uns die Welt aus der Perspektive eines kranken Kindes zu erklären. Und für den cineastisch-schillerndsten Film schließlich haben wir auch einen Kandidaten: "Tea Tattoo" von Robert Schmitz-Gill, der vor allem durch seine meisterhafte Kamera besticht, die den Zuschauer auch nach mehrmaligem Ansehen in Bann schlägt, einen Sog ausübt, ein Gift injiziert, so wie dem unbedarften deutschen Gast, der im Mittelpunkt dieser japanischen Zeremonie steht, um deren verhängnisvolle Bedeutung er gar nicht weiß. "A small tattoo would be nice", sagt die Geisha zum Ende des Treffens zum Tee. Und wir können uns nur denken, wie die Geschichte weitergeht.
Wir hatten aber, allein um aus diesen fünf nominierten, so verschiedenartigen Filmen zu wählen, nur eine Kategorie: den FIRST STEPS Award 2002 für den besten Kurzfilm. Und ihn bekommt – "Alles anders".
"Alles Anders" ist ein Schauspielerfilm. Ein Film von einer Schauspielerin für Schauspieler, die exakt und hervorragend geführt werden, die jede Nuance spüren lassen, jede kleine Geste setzen, jeden Satz mit der entsprechenden Betonung und Verve sagen, die es braucht, um in nur wenigen Minuten einen seelischen Abgrund nach dem nächsten zu öffnen. Es ist ein Nachtstück, das sich ohne übertriebenen technischen Anspruch ganz auf den menschlichen Konflikt konzentriert. Kein Wort, keine Einstellung ist zuviel. Man muss genau hinhören und hinsehen, um ja nicht das kleinste Detail zu versäumen. Da greift eins ins andere bis zum Schluss, an dem – wenn alle auseinandergehen – erst der doppelte Boden dieses Kammerspiels offenbar wird und sogleich zusammenbricht.
"Alles anders" ist eine gemeinsame Abschlussarbeit in den Fächern Regie, Drehbuch, Kamera und Produktion. Die Stärken dieses Films haben wir in diesem Jahr auch bei anderen eingereichten Filmen des Filmstudiums der Universität Hamburg erkannt. Nicht alle, aber doch viele Wege führten diesmal nach Hamburg.
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Der deutsche Nachwuchspreis FIRST STEPS 2002 in der Kategorie "Spielfilme bis 60 Minuten"
Richtung Zukunft durch die Nacht
Regie: Jörg Kalt (Filmakademie Wien)
Begründung der Jury, vorgetragen von Michael Hanfeld:
Im Fernsehen ist das Sendeformat von einer Stunde den Serien vorbehalten. Auf maximal dreiundzwanzigeinhalb Minuten, so scheint es, taxieren in der Zeit davor die Programmgestalter die Konzentrationsfähigkeit ihres Publikums. Das jedenfalls ist die Maßeinheit für den Vorabend. Davor, am Nachmittag, wird zwar stundenlang gequatscht, aber selten ein Satz gesagt, der länger als zwölf Sekunden dauert und kaum je eine Einstellung gewählt, die eine halbe Minute nachwirkt. Und am Abend gliedert sich das Ganze im Acht-Minuten-Cliffhanger-Rhythmus. Nur das Kino strapaziert und fordert uns länger. Viel länger.
Eine Stunde. Sechzig Minuten. 3600 Sekunden. Wie man diese Zeit gewinnbringend und nicht mit einer Serie füllt, wie man sie anhält und zu dem Augenblick verdichtet, von dem wir sagen sollen, er ist so schön, dass er nicht vergehen solle - das zeigen die Filme, welche die Jury für den FIRST STEPS Award 2002 in dieser Kategorie nominiert hat.
Da ist "die andere" von Beryl Schennen (Regie), ein Stück über die Unbehaustheit und die Rückkehr in die Heimat, die zur Fremde geworden ist, zu einem Menschen, der einmal ein anderer war. Auf dieser Reise haben und nutzen die Hauptdarsteller Esther Esche und Max Herbrechter die Gelegenheit, uns in jeder einzelnen Minute zu zeigen, was Schauspiel bedeutet.
Da ist der Bilder- und Stimmungstaumel in "Kiki & Tiger" von Alain Gsponer (Regie), in den uns die Kamera von Matthias Fleischer und das hautnah-intensive Spiel von Lenn Kudrjawizki und Stipe Erceg reißt. Zerreißt, so wie die wilden, unglücklichen Helden in dieser Geschichte vom Krieg, der vor unserer Haustür wütete.
Da ist der seltsame Zusammenhang von Raum und Zeit in "Richtung Zukunft durch die Nacht" von Jörg Kalt, den der Regisseur zerbricht und nach seinem Gusto, wie seine Fantasie es will, wieder herstellt.
Da ist "Solanine", eine bildbestechend körnig-große Traumerzählung von Jojo Enßlin (Regie), deren Aufnahmen von Saschko Frey an „Mulholland Drive“ erinnern oder an „Caligari“. Hier bekommt die Luft eine Farbe, der Sand einen Geruch, das Wasser einen Geschmack.
Und da ist "Die Katze von Altona" von Wolfgang Dinslage (Regie), die Geschichte eines Jungen, der nicht das Trikot des Torwarts, sondern die Unterwäsche der Vereinswirtin tragen will. Eine komödiantische Verabredung mit dem Zuschauer, die mit scheinbar konventionellen Mitteln etwas ganz und gar Unkonventionelles zustandebringt. Preiswürdig ist dieser Film wie die vier anderen.
Der FIRST STEPS Award für den besten Spielfilm bis zu einer Länge von sechzig Minuten geht an
"Richtung Zukunft durch die Nacht" von Jörg Kalt:
Der Film ist ein vollkommen eigenständiges Kunstwerk. Ein Kosmos fantastischer Möglichkeiten, ein Versuch über die Gleichzeitigkeit des Ungleichzeitigen, die Umkehrung aller Geschichten über die Zeitmaschine, die wir bisher in Kino und Fernsehen bestaunt haben.
Nick, der arbeitslose Vorspeisenkoch, trifft Anna, die asynchrone Filmstudentin. ASYNCHRON. ASYNCHRON? NORHCNYSA! Was das bedeutet, sehen wir bereits, bevor die beiden einander treffen. Da fällt eine Flasche Bier und fällt nicht. Da ruht der Cocktail und fliegt, und da fällt das Glas und springt wieder in die Hand.
Wie zwei aus Zeit und Raum gefallene Königskinder können Anna und Nick so richtig und wirklich niemals zusammen kommen. Ihre Romanze ist eine witzige, schnelle, traurige, tröstende Liebesgeschichte mit zwei Hauptdarstellern – Kathrin Resetarits und Simon Schwarz – die wie große Kinder durch eine fantastische Welt eilen, irren, hetzen, schweben, wie zwei Raumfahrer, die durchs Universum schweben. Und wir mit ihnen. Mehr kann man von einem Film gar nicht verlangen.
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Der deutsche Nachwuchspreis FIRST STEPS 2002 in der Kategorie "Dokumentarfilme"
Die Perle in der Kacke
Regie: Dirk Böll (Kunsthochschule für Medien Köln)
Begründung der Jury, vorgetragen von Gerd Ruge:
First Steps? Das klingt ein bisschen nach kleinen, unsicheren, eben ersten Schritten. Aber lassen Sie sich nicht täuschen. In der großen Dokumentarfilmkiste, durch die sich unsere Jury – Thomas Schadt, Horst Königstein und ich – gearbeitet hat, waren starke Brocken, - überzeugende Stücke von einer Qualität, die weit über dem liegt, was man von ersten, vorsichtigen Schritten erwarten würde. Das hat uns die Entscheidung schwer gemacht. Es hat mich aber oft auch richtig froh gemacht, sehen zu können, wie eine neue Generation von Dokumentarfilmern ganz intensiv an die Wirklichkeit herangeht, - wie sie das mit bewährten, aber auch mit ganz neuen Mitteln tut und mit dem eigenen Blick, mit der immer ganz persönlichen Leistung eines Dokumentarfilm-Machers. Gerade in diesen Wochen fand ich das tröstlich, wenn sich in den unendlichen Talkshows, Interviews und Duellen der Fernsehprogramme die Welt der Bilder immer mehr zu verdünnen schien und Fernsehen sich in eine Art Konzeptkunst, conceptional art, zu verwandeln schien, weil man mir immerzu erzählte, wie die Welt angeblich werden soll, während die Bilder dieser Welt dabei immer blasser wurden. Da atmete ich geradezu auf bei manchen unserer
FIRST STEPS-Filme, wenn sie mich ganz nah an die Erfahrungen von Frauen in der Bundeswehr heranbrachten, an das Leben und Überleben junger Menschen in Diktatur und Umbruch in Chile; wenn mich ein Film geradezu im sprudelnden Durcheinander von Kommerz und Magie Indiens untergehen ließ wie in einem Strudel des Ganges.
Nun muss man fairerweise sagen, dass es diese Begegnung mit Wirklichkeit natürlich auch weiterhin im Fernsehen gibt. Etliche der Abschlussfilme, die uns vorlagen, sind ja auch bei engagierten Redaktionen und auf renommierten Plätzen bei den Öffentlich-Rechtlichen gelaufen. Ohne sie hätten es deutsche Dokumentarfilmer überhaupt schwer zu überleben - und ganz besonders natürlich die Jungen fänden kaum einen öffentlich sichtbaren Startplatz.
Hier bei FIRST STEPS nun sind SPIEGEL TV und Sat.1, dankbar begrüßt, bei den Veranstaltern. Hoffen wir, dass mehr kommerzielle Sender das vorhandene Potential durch Zusammenarbeit mit jungen Filmemachern an den Hochschulen erschließen. Hier gibt es immerhin etwas zu holen. In den letzten zwei oder drei Jahren haben Dokumentarfilme deutscher Produzenten sogar auf der Leinwand der Kinos eine neue Chance bekommen. Einer hat in Venedig den Goldenen Löwen gewonnen, ein rares Einzelexemplar im Prämienzoo des deutschen Films. Dokumentarfilme sind eben nicht nur Instrumente der Selbstausbeutung oder Luxusprodukte für die Öffentlich-Rechtlichen. Wenn da Interesse, Engagement und Förderung ein wenig wachsen würden, dann könnten auch zunehmend die Zuschauer Gefallen daran finden, dass man ihnen mehr Wirklichkeit ins Haus bringt, und nicht nur "reality". Eine Wirklichkeit, die unter die Haut, unter die Hirnhaut geht, und nicht nur in dem Bildschirm vorüberzieht wie eine fremdartige Wasserwelt bunter oder schrecklicher Fische in einem Aquarium.
Bunter, faszinierender, abstoßender und komischer kann es freilich nicht zugehen als in dem Film, dem unsere Jury den ersten Preis verliehen hat; und bloß so unbeteiligt dabei sitzen, geht fast auch nicht. Schon der Titel ist ja eine Provokation:
"Die Perle in der Kacke".
Da lässt sich der Autor und Kameramann Dirk Böll durch das große, fremde Indien treiben und macht den Zuschauer dabei zum Kumpan seiner Erfahrung. Mich schleuderte es hin und her zwischen Unverständnis, Staunen, Abscheu und Gelächter. Der Zuschauer wird tatsächlich mitgerissen bis zur eigenen Affektentladung. Er wird zum Mit-Erleber dieses überwältigend fremden Indiens mit seinem Überfluss an Wirklichkeit, - der Materie und des Spirituellen, der Kacke und der Perle.
Dirk Böll gelang, was mir in den ersten Minuten des Films unmöglich erschien - die Flut der Eindrücke zu zähmen: im Spiel mit dokumentarischen Bildern und Erfindungen, mit einer schillernden grafischen Ebene von Titeln und Piktogrammen, mit einem wilden, bewusst wild gemischten Soundtrack.
Da beginnt der Formenkanon des Dokumentarfilms sich unerwartet zu erweitern, und das macht "Die Perle in der Kacke" schließlich zu weit mehr als einem hinreißenden Reiseerlebnis. Das, denke ich, hat uns Juroren zu diesem Votum geführt, zum FIRST STEPS Award für Dirk Böll und seinen Film "Die Perle in der Kacke".
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Der FIRST STEPS Commercial Award 2002 in der Kategorie "Werbefilme"
Coca-Cola „First Love“
Regie: Marc Lutz (Filmakademie Baden-Württemberg Ludwigsburg)
Begründung der Jury, vorgetragen von Detlev Buck:
In "First Love" erzählt Marc Lutz die Geschichte eines kleinen Jungen, der neidisch auf die Welt der „Großen“ schaut. Die Begegnung mit einer Friseurin bringt ihn dieser Welt ein wenig näher. Der Spot ist hervorragend und durchgehend stimmig in Szene gesetzt. Die Atmosphäre trifft in Bildern und Musik die gewünschte, sehr sinnliche Stimmung vorzüglich. Damit stellt er einen überraschenden Kontrast zu dem eher bürgerlichen Milieu her, in dem der Film spielt. Die Schauspieler passen hier genau und werden von Marc Lutz ausgezeichnet geführt. Mit viel Gefühl wird erzählt und alle szenischen Mittel gekonnt eingesetzt. Diese Kunst im Sinne eines handwerklich perfekten Könnens sieht man nicht nur im Gesamteindruck. Sie zeichnet sich auch in der Liebe zum Detail aus. So hat der Regisseur mit einem Film an der Filmakademie Baden-Württemberg Ludwigsburg abgeschlossen, den man in seiner Perfektion schon fast als einen "Second Step" bezeichnen kann. Das insgesamt sehr hohe Niveau der eingereichten und nominierten Filme wird von Marc Lutz noch einmal deutlich übertroffen – von daher fiel das Votum der Jury für "First Love" einstimmig aus.
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Der deutsche Nachwuchspreis FIRST STEPS 2002 in der Kategorie "Abendfüllende Spielfilme"
Erste Ehe
Regie: Isabelle Stever (Deutsche Film- und Fernsehakademie Berlin)
Begründung der Jury, vorgetragen von Barbara Rudnik:
Wir hatten zu entscheiden zwischen Spielfilmen, die ein außerordentliches Spektrum abdecken und die zum Teil von beeindruckender Professionalität waren.
Jede Juryentscheidung ist auch ein Signal: Wen und was ermutigen wir damit? Junge Filmemacher werden es in Zukunft schwerer haben, ihre eigene Handschrift zu entwickeln. Was sie dafür brauchen, sind vor allem der Mut, Wagnisse einzugehen, und die Kraft, ihre Vision auch mit geringeren finanziellen Mitteln umzusetzen. Darin möchten wir den filmischen Nachwuchs ausdrücklich bestärken.
Der FIRST STEPS Award für den besten abendfüllenden Spielfilm geht an "Erste Ehe" von Isabelle Stever.
Wir kennen das aus dem Kino: Das verliebte Paar umarmt sich, voller Hoffnungen auf eine glückliche Zukunft. Abblende und Schlussmusik. Happy End.
Hier fängt der Film "Erste Ehe" an.
Ein frisch verheiratetes Paar lädt zu einer Party in seiner Berliner Wohnung ein, die schnell zur Bühne eines verzweifelten Ehekrieges wird. Dorit, die Malerin und Alex, der Jungregisseur lieben sich. Sogar sehr.
„Wieso muss man denn gleich heiraten?“ fragt ein Partygast.
Dorit erwidert: „Ich find das toll, es macht alles viel intensiver.“
Hinter dieser fröhlichen Feststellung steckt eine erschreckende Rigorosität, unter der Dorits frisch gebackener Traummann in seine Einzelteile zerfällt. Alex will sich umbringen. Das wirkt ernst, aber auch wie eine Inszenierung, schließlich ist Alex Regisseur. Zumindest hält er sich dafür.
Illusionen gibt es viele in "Erste Ehe", und sie werden alle abgeschossen.
In den Pausen dieses Duells, wenn die Gegner ihre Pistolen nachladen, bemühen sich die Partygäste um Small-Talk und Schadensbegrenzung. Die melancholische Musik von Marcus Fritzsch und Martin Dean markiert die Kapitelübergänge. Es wird gesungen, und dieser Gesang ist ein verführerischer Trost, wie in den alten Filmen, als ein Lied noch Wunder bewirken konnte.
Es ist Isabelle Stevers erster langer Spielfilm nach einer Reihe von Kurzfilmen. Zur Seite steht ihr der Kameramann Rali Raltschev, der sehr viel zum Gelingen dieses beeindruckenden Debüts beiträgt. Das eigentliche Wagnis von "Erste Ehe" besteht darin, sich völlig auf das Spiel der beiden jungen Hauptdarsteller einzulassen. Maria Simon und Nils Nelleßen verkörpern das Ehepaar Dorit und Alex mit allen Konsequenzen. Angefangen vom glänzenden Traumpaar einer Berliner "jeunesse dorée" bis zu zwei verzweifelten, bösen Kindern, die alles zerstören müssen, weil sie weder sich noch sonst irgend jemandem vertrauen können. Szenen einer Ehe, in denen wir auch den Befund einer Generation erkennen, die nur noch gegen sich selber kämpfen kann.
"Erste Ehe" ist Isabelle Stevers Abschlussfilm an der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin und entstand in Koproduktion mit dem „Filmkombinat“ Berlin/Dresden und dem Kleinen Fernsehspiel des ZDF.
Die Jurymitglieder 2002
Für die Spielfilmkategorien:
Suzanne von Borsody, Michael Gutmann, Michael Hanfeld, Barbara Rudnik, Margarethe von Trotta
Für den Dokumentarfilmpreis:
Horst Königstein, Gerd Ruge, Thomas Schadt
Für den Commercial Award:
Jörg Bittel, Detlev Buck, André Kemper, Jürgen Kindervater, Ulrich Krenn
FIRST STEPS – Der Deutsche Nachwuchspreis ist eine Initiative von:
Constantin Film, Mercedes-Benz, Sat.1, SPIEGEL TV und teamWorx Produktion für Kino und Fernsehen
Kontakt:
FIRST STEPS
c/o teamWorx
Mommsenstr. 73
10629 Berlin
Tel.: 030-88 56 59 75
Fax: 030-88 56 59 77
E-Mail: first.steps@teamworx.de
Ausführliche Informationen zu allen Filmen und Filmemacher/innen unter: www.firststeps.de |
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