Dokumentarfilmjury First Steps, Martin Heisler, Produzent Alice Agneskirchner, Petra Gute, Yunus Roy Imer, John Gürtler

Dokumentarfilmjury

Dokumentarfilmjury First Steps, Martin Heisler, Produzent Alice Agneskirchner, Petra Gute, Yunus Roy Imer, John Gürtler
Alice Agneskirchner · Regisseurin
Alice Agneskirchner, Dokumentarfilmjury First Steps

Alice Agneskirchner ist in München geboren und noch vor Mauerfall an die Filmhochschule nach Babelsberg gegangen. Ihr Abschlussfilm "Raulien’s Revier" gewann den Regie-Award der Filmhochschulen – den Vorläufer des FIRST STEPS Awards. Für ihre dokumentarischen Filme sucht sie sich mit einem neugierigen und offenen Blick ganz unterschiedliche Menschen und Themen, daraus gestaltet sie Erzählungen aus der Wirklichkeit.

Der Kino-Dokumentarfilm "Auf der Jagd – Wem gehört die Natur" – ein Film, der das System Wald und Forstwirtschaft anhand der Jagd und der Jäger aus unterschiedlichen Perspektiven betrachtet – war 2018 in 130 Kinos deutschlandweit mehrere Wochen zu sehen und hatte 50.000 Zuschauer. "Lampenfieber", eine einjährige filmische Begleitung von fünf Kindern (9-16 Jahre), die im „Jungen Ensemble“ des Friedrichstadt-Palastes auf der Bühne stehen, hatte seine Premiere auf der Berlinale 2019. Für die 90-minütige Dokumentation "Wie HOLOCAUST ins Fernsehen kam“, wurde ihr 2020 der Grimme-Preis verliehen. Im Augenblick bereitet sie ein Filmprojekt vor, das die gesellschaftlichen Zusammenhänge des Suizids untersucht und arbeitet an dem Dokumentarfilm "Erika und Ulrich – ein Leben für den Film“.

Filmografie

Buch und Regie (Auswahl):

2019 Wie Holocaust ins Fernsehen kam (Dokumentation, 45′ + 90′) Grimme-Preis 2020
2019 Lampenfieber (Dokumentarfilm, 90′)
Welturaufführung Berlinale Special Gala 2019 / Verleih NFP
2018 Auf der Jagd –Wem gehört die Natur? (Dokumentarfilm, 100′) Premiere Filmtage Hof / Verleih NFP
2013 Ein Apartment in Berlin (Dokumentarfilm, 85′)
2010 Deutschland Deine Künstler: Doris Dörrie (Dokumentation, 45′)
2007 Liebe Mama, ich kannte Dich kaum… (Dokumentarfilm, 90′) Förderpreis Filmfest München
2003 Zusammen (Kurzfilm für VW-Museum in 70mm, 14′) Bundeswirtschaftsfilmpreis / if-Award
2001 Cheerleader-Stories (5-teilige Doku-Serie, je 27’) – HDF Kurzfilmpreis beim TV-Film-Festival Venedig
1999 Waschen und Legen (Dokumentarfilm, 90′)
1994 Raulien’s Revier (Dokumentarfilm, 85’)

Stand: 17.07.2020

John Gürtler · Filmkomponist
John Gürtler, Dokumentarfilmjury First Steps
© Barbara Dietl

Geboren 1981 in London als Sohn portugiesisch-deutscher Eltern. Nach einer kurzen Zeit in den USA sowie in Portugal zog er im Alter von 13 Jahren nach Deutschland. 2001 Umzug nach Berlin, um an der Universität der Künste Saxophon zu studieren. Sein Hauptinteresse galt neben dem Jazz den Werken von Gustav Mahler, Hanns Eisler, Heiner Goebbels, Oskar Sala, Tom Waits, Radiohead und Aphex Twin. Nachdem er als Teil verschiedener Bands und Orchester international getourt war, konzentrierte er sich auf die Komposition. John studierte drei Jahre Filmmusik an der Filmakademie Baden-Württemberg. Im Schreiben von Filmmusik fand er die ideale Möglichkeit, in verschiedenen musikalischen Genres zu arbeiten. Seine Bandbreite umfasst elektronische Musik, Songwriting und Jazz bis hin zu orchestralen Werken, immer basierend auf den Themen, Figuren und Klangwelten der jeweiligen Projekte. Er ist Mitbegründer des Berliner Studiokollektivs Paradox Paradise.

Er wurde mehrfach ausgezeichnet, unter anderem für den „Besten Song in einem Film“ für "Antons Fest", mit dem Deutschen Dokumentarfilmmusikpreis für "Above and Below" und dem Europäischen Filmpreis für seine Arbeit an "Systemsprenger". Unter dem Namen The Borderland State erschien er bei Dial Records mit seinen Remixes von Efdemin sowie bei Sky Walking als Sollmann & Gürtler und kehrte so zu seinen Wurzeln als experimenteller Improvisator und Producer zurück. John ist Gastdozent für Musik und Sounddesign an der Filmakademie Baden-Württemberg und der Hochschule Düsseldorf.

Filmografie

Musik (Auswahl):

2019 Adern der Welt. Regie: Byambasuren Davaa
2019 Kids Run. Regie: Barbara Ott (Spielfilm)
2019 Space Dogs. Regie: Elsa Kremser & Levin Peter (Dokumentarfilm)
2019 Charité (Staffel 2). Regie: Anno Saul (TV-Serie)
2019 Systemsprenger. Regie: Nora Fingscheid (Spielfilm; * Europäischer Filmpreis für die Beste Filmmusik)
2018 Fig Tree. Regie: Alamork Davidian (Spielfilm)
2018 The Cleaners. Regie: Hans Block & Moritz Riesewick (Dokumentarfilm)
2017 Ohne diese Welt. Regie: Nora Fingscheidt (Dokumentarfilm)
2017 Precrime. Regie Monika Hielscher & Martin Heeder (Dokumentarfilm)
2016 Haus ohne Dach. Regie: Soleen Yusef (Spielfilm)
2016 Hundesoldaten. Regie: Lena Leonhardt (Dokumentarfilm)
2015 Eisen. Regie: Benjamin Kahlmeyer (Kurzspielfilm)
2015 Fußball – Ein Leben: Franz Beckenbauer. Regie: Thomas Schadt (Dokumentarfilm)
2015 Germania. Regie: Benjamin Kahlmeyer (Dokumentarfilm)
2015 Verfehlung. Regie: Gerd Schneider (Spielfilm)
2015 Hinter dem Schneesturm. Regie: Levin Peter (Dokumentarfilm)
2015 Above and Below. Regie: Nicolas Steiner (Dokumentarfilm; * Deutscher Dokumentarfilmmusikpreis)
2014 Wintergast. Regie: Andy Herzog & Matthias Günther (Spielfilm)
2014 Zerrumpelt Herz. Regie: Timm Kröger (Spielfilm)
2014 Eiskarl. Regie: Manuela Molin, Nicolas Steiner (Animationsfilm)
2014 Nebel. Regie: Nicole Vögele (Dokumentarfilm)
2014 Backpack. Regie: Thorsten Wenning (Spielfilm)
2013 Majubs Reise. Regie: Eva Knopf (Dokumentarfilm)
2013 Brüderlein. Regie: Nora Fingscheidt (Kurzspielfilm)
2012 Hodsch und ich. Regie: Christian Werner (Dokumentarfilm)
2012 Antons Fest. Regie: John Kolya Reichhart (Spielfilm; Deutscher Filmmusikpreis 2014: *Bester Song in einem Film)
2011 Meanwhile in Mamelodi. Regie: Benjamin Kahlmeyer (Dokumentarfilm)
2011 Sonor. Regie: Levin Peter (Dokumentarfilm)
2011 Kampf der Königinnen. Regie: Nicolas Steiner (Dokumentarfilm)
2011 Synkope. Regie: Nora Fingscheidt (Kurzspielfilm)
2007 Kago. Regie: Denis Bivour (Dokumentarfilm)

Stand: 10.07.2020

Petra Gute · Moderatorin und Journalistin
Petra Gute, Dokumentarfilmpreis First Steps
© Barbara Dietl

Geboren und aufgewachsen in Heidelberg begann sie nach dem Abitur parallel zum Studium der Germanistik und Romanistik als Journalistin bei der Rhein-Neckar-Zeitung Heidelberg und als Regie-Assistentin am Stadtheater Heidelberg erste berufliche Erfahrungen zu sammeln.

Zog rechtzeitig ein Jahr vor dem Mauerfall nach Berlin, erlebte den Mauerfall als junge Radioreporterin live in Berlin – für einer der ersten privaten deutschen Radiosender „Hundert,6“. Beendete ihr Studium der Germanistik, Romanistik, Theaterwissenschaft an der FU Berlin mit einer Magisterarbeit über die Berliner Journalistin und Schriftstellerin der Weimarer Republik Gabriele Tergit.

1991 Wechsel zum Sender Freies Berlin, erst zum Hörfunk, 1995 dann zum Fernsehen des SFB, als Live-Reporterin, Moderatorin und Autorin diverser längerer Fernsehdokumentation für ARD und 3sat – seit 2003 dann in gleicher Funktion beim neugegründeten Rundfunk-Berlin-Brandenburg (rbb). Seit 1995 berichtet sie über Kultur im Fernsehen, insbesondere über Filme und begleitet FIRST STEPS von Anfang an.
11 Jahre lang, von 2007 bis 2018 moderierte sie „Stilbruch“ das wöchentliche Kulturmagazin des rbb Fernsehens – bis zur Einstellung der Sendung.

Als Live-Reporterin berichtet sie seit mehr als 25 Jahren vor allem für die rbb Abendschau über Kulturereignisse in Berlin wie die Berlinale. Für ARD und 3sat moderiert sie seit vielen Jahren live die Waldbühnenkonzerte und die Europakonzerte der Berliner Philharmoniker. Außerdem moderiert sie deutschlandweit große Galas, Kulturpreisverleihungen und Podiumsdiskussionen.

Martin Heisler · Produzent
Martin Heisler, Dokumentarfilmjury First Steps

Martin Heisler wurde 1977 in Aachen geboren, absolvierte eine Ausbildung zum Kaufmann für audiovisuelle Medien beim WDR. Er schloss 2006 sein Produktionsstudium an der dffb (Deutsche Film- und Fernsehakademie Berlin) ab. Er arbeitete als Produktions- und Herstellungsleitung bei diversen Kino und Fernsehproduktionen. Seit 2008 ist er Gesellschafter, Geschäftsführer und Produzent der Flare Film GmbH und seit 2020 auch Gründer der Flare Entertainment GmbH.

Filmografie

Produktion (Auswahl):

2020 Nö. Regie: Dietrich Brüggemann (Spielfilm) – in Postproduktion<
2020 Räuberhände. Regie: Ilker Çatak (Spielfilm) – in Postproduktion
2020 The Way We Were. Regie: Marten Persiel (Doku-Fiction) – in Postproduktion
2020 Mein Vater Claudia. Regie: Uli Decker (Dokumentarfilm) – in Entwicklung
2020 Follow Me. Regie: Joya Thome (Dokumentarfilm) – in Entwicklung
2020 One of These Days. Regie: Bastian Günther (Spielfilm)
2020 Kids Run. Regie: Barbara Ott (Spielfilm)
2020 Walchensee Forever. Regie: Janna Ji Wonders (Dokumentarfilm )
2020 Glitzer & Staub. Regie: Anna Koch, Julia Lemke (Dokumentarfilm) – in Postproduktion
2019 Was gewesen wäre. Regie: Florian Koerner von Gustorf (Spielfilm)
2019 Im Niemandsland. Regie: Florian Aigner (Spielfilm)
2019 Defender of the Faith. Regie: Christoph Röhl (Dokumentarfilm)
2019 Berlin Bouncer. Regie: David Dietl (Dokumentarfilm)
2018 Eingeimpft. Regie: David Sieveking (Dokumentarfilm)
2017 Die Anfängerin. Regie: Alexandra Sell (Spielfilm)
2017 LOMO – The Language of Many Others. Regie: Julia Langhof (Spielfilm)
2017 Leichtmatrosen. Regie: Stefan Hering (TV-Film)
2016 Die Prüfung. Regie: Till Harms (Dokumentarfilm)
2016 Morris aus Amerika. Regie: Chad Hartigan (Spielfilm)
2013 Houston. Regie: Bastian Günther (Spielfilm)
2012 Vergiss mein nicht. Regie David Sieveking (Dokumentarfilm)
2010 David Wants to Fly. Regie: David Sieveking (Dokumentarfilm)
2007 Autopiloten. Regie: Bastian Günther (Spielfilm)
2005 Ende einer Strecke. Regie: Bastian Günther, FIRST STEPS Award (Spielfilm)

Stand: 17.07.2020

Yunus Roy Imer · Kameramann
Yunus Roy Imer, Dokumentarfilmjury First Steps

Yunus Roy Imer wurde in Zürich geboren. Nach einem Propädeutikum in Film und Fotografie an der Zürcher Hochschule der Künste studierte er Bildgestaltung/Kamera an der Filmakademie Baden-Württemberg und nahm als Talent beim Sarajevo Film Festival und den Berlinale Talents teil. Sein erster Spielfilm “Systemsprenger” (Regie: Nora Fingscheidt) lief auf der Cameraimage in der Sektion Cinematographer’s Debut Competition, war Deutscher Oscarkandidat 2020 und wurde weltweit auf zahlreichen Festivals ausgezeichnet, unter anderem mit einem Silbernen Bären (ehemals Alfred-Bauer-Preis) der Berlinale 2019. Im gleichen Jahr feierte der Kinodokumentarfilm “Space Dogs” (Regie: Elsa Kremser und Levin Peter) seine Premiere auf dem Locarno Film Festival, gewann den Best Austrian Film Prize der Viennale und wurde als Beste Bildgestaltung für Dokumentarfilm mit dem Diagonale-Preis`20 ausgezeichnet.
Mit dem Kinodokumentarfilm “Ohne diese Welt“ (Regie: Nora Fingscheidt) war er 2018 für den Deutschen Kamerapreis nominiert. “Ohne diese Welt“ und “Hinter dem Schneesturm“ (Regie: Levin Peter) wurden unter anderen mit dem FIRST STEPS Award für den Besten Dokumentarfilm ausgezeichnet. Ein weiterer FIRST STEPS Award ging an “Hörst Du Mutter“ (Regie: Tuna Kaptan) in der Kategorie Bester Kurzfilm.

Zuletzt arbeitete Yunus Roy unter anderen mit der renommierten Filmemacherin Helke Misselwitz und dem Regisseur Özcan Alper in der Türkei zusammen und bereitet gerade den nächsten Kinospielfilm von Jan Gassmann vor. Yunus Roy Imer spricht Deutsch, Englisch, Türkisch, Französisch und lebt in Berlin.

Filmografie

Kamera:

2019 Systemsprenger. Regie: Nora Fingscheidt (Spielfilm, 118’)
2019 Space Dogs. Regie: Elsa Kremser und Levin Peter (Dokumentarfilm, 90′)
2019 Hörst du, Mutter?. Regie: Tuna Kaptan (Kurzspielfilm, 20’)
2017 Ohne diese Welt. Regie: Nora Fingscheidt (Dokumentarfilm, 115′)
2016 For Whom I Might Die. Regie: Levin Peter (Kurzfilm, 20′)
2016 Bilder vom Flo. Regie: Julian Vogel (Dokumentarfilm, 99′)
2016 Familie Sein. Regie: Friederike Fiek (Spielfilm, 29′)
2015 Hinter dem Schneesturm. Regie: Levin Peter (Dokumentarfilm, 92′)
2013 3000. Regie: Leonel Dietsche (Dokumentarfilm, 38′)
2013 Meer zwischen uns. Regie: Julian Köberer (Spielfilm, 30′)
2013 Fingerplay. Regie: Mauro Müller (Spielfilm, 30′)
2012 Work. Regie: Friederieke Fiek (Kurzspielfilm, 12′)
2012 Ein Versprechen. Regie: Levin Peter (Dokumentarfilm, 70′)
2011 Magnetfelder. Regie: Jan Eric Mack (Kurzspielfilm, 11′)
2011 Ich bin glücklich, Rainer will mich ins Kino einladen. Regie: Jan Koslowski (Spielfilm, 70′)
2011 Finnland, Helsinki. Regie: Pascal Griesshammer, Robin Wenger (Kurzspielfilm, 25′)
2010 Synkope. Regie: Nora Fingscheidt (Kurzspielfilm, 26′)
2010 Sonor. Regie: Levin Peter (Spielfilm, 36′)

Stand: 17.07.2020