Spielfilmjury, Robert Hofmann, Maryam Zaree, Jonas Dornbach, Daniela Knapp, Soleen Yusef, Frank Nagel

Spielfilmjury

Jonas Dornbach · Produzent
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© Iris Janke

Jonas Dornbach wuchs in Perugia, Italien auf. Von 2002 bis 2009 leitete er als Geschäftsführer die eigene Firma Kinoherz. Er schloss sein Studium an der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin (DFFB) mit dem Spielfilm "Auf Nummer Sicher?" in der Regie von David Dietl 2006 ab. Der Film wurde mit dem Studio Hamburg Preis 2008 in der Kategorie Bester Spielfilm ausgezeichnet. 2007 absolvierte er das EAVE Training für europäische Produzenten und arbeitete als Herstellungsleiter an Maren Ades "Alle Anderen“.

Seit 2010 ist er fester Produzent bei Komplizen Film und seit 2014 Gesellschafter und Geschäftsführer. Er produzierte, neben vielen anderen Filmen, "Tabu“ von Miguel Gomes, eine Koproduktion, die mit dem Alfred Bauer Preis und FIPRESCI Preis im Berlinale Wettbewerb 2012 ausgezeichnet wurde; "Hedi Schneider steckt fest“ von Sonja Heiss, der im Berlinale Forum 2013 Premiere feierte; "Toni Erdmann“ von Maren Ade, der im Cannes Wettbewerb 2016 Premiere feierte und u.a. den Europäischen und Deutschen Filmpreis gewann und für einen Golden Globe, César, BAFTA und Oscar als bester fremdsprachiger Film nominiert wurde; "Western“ von Valeska Grisebach, der in der Sektion Un Certain Regard in Cannes 2017 Premiere feierte, sowie die Koproduktion "A Fantastic Woman“ von Sebastián Lelio, der 2018 den Oscar für den besten fremdsprachigen Film gewann.

Jonas Dornbach ist Mitglied bei den ACE und EAVE Netzwerken, sowie bei der Deutschen, Britischen und Europäischen Filmakademie.

Filmografie

Produktion (Auswahl):

2020 Exil. Regie: Visar Morina (Spielfilm)
2019 O Beautiful Night. Regie: Xaver Böhm (Spielfilm)
2017 Western. Regie: Valeska Grisebach (Spielfilm)
2016 Toni Erdmann. Regie: Maren Ade (Spielfilm)
2015 Hedi Schneider steckt fest. Regie: Sonja Heiss (Spielfilm)
2014 Lügen. Regie: Vanessa Jopp (Spielfilm)
2014 Über-Ich und Du. Regie: Benjamin Heisenberg (Spielfilm)
2011 Die Summe meiner einzelnen Teile. Regie: Hans Weingartner (Spielfilm)
2008 Schritt für Schritt. Regie: Vojta Pokorny (Dokumentarfilm)
2006 Auf Nummer sicher. Regie: David Dietl (Spielfilm)
2005 Zepp. Regie: Moritz Laube (Spielfilm)
2004 Hüttenzauber. Regie: Clemens Pichler (Spielfilm)
2002 La Mer. Regie: Natja Brunckhorst, Frank Griebe (Kurzspielfilm)
2001 180°. Regie: Gregor Hutz, Toby Bräuhauser (Spielfilm)

Ko-Produktion:

2019 The Whistlers. Regie: Corneliu Porumboiu (Spielfilm)
2019 Synonyms. Regie: Nadav Lapid (Spielfilm)
2019 A Tale Of Three Sisters. Regie: Emin Alper (Spilefilm)
2018 Mir ist es egal, wenn wir als Barbaren in die Geschichte eingehen. Regie: Radu Jude (Spielfilm)
2017 Una Mujer Fantástica. Regie: Sebastián Lelio (Spielfilm)
2016 Scarred Hearts. Regie: Radu Jude (Spielfilm)
2015 Arabian Nights. Regie: Miguel Gomes (Spielfilm)
2014 Love Island. Regie: Jasmila Zbanic (Spielfilm)
2013 Redemption. Regie: Miguel Gomes (Kurzspielfilm)
2013 Tanta Agua. Regie: Ana Guevara, Leticia Jorge (Spielfilm)
2012 Die Lebenden. Regie: Barbara Albert (Spielfilm)
2012 Tabu. Regie: Miguel Gomes (Spielfilm)
2009 The Journey of an Olive Tree. Regie: Anton Pichler (Dokumentarfilm)

Stand: 17.06.2020

Robert Hofmann · Filmkritiker und Schauspieler

Geboren 1987 in Berlin. Nach dem Abitur war er zunächst als Schauspieler tätig und spielte unter anderem in Jan-Ole Gersters "Oh Boy", "Salami Aleikum" unter der Regie von Ali Samadi Ahadi sowie in der Fernsehserie "Geile Zeit" mit. 2011 startete er seinen YouTube-Kanal (bis 2014 DVDKritik), auf welchem er Filme, Serien und Dokumentationen rezensiert und Filmtrailer hochlädt. Der YouTube-Kanal hat aktuell 603.000 Abonnements und über 378 Millionen Aufrufe. Er ist der Schirmherr und Erfinder der Social Movie Night. Seit 2020 ist er Teil des Kritiker-Panels von SERIöS – Das Serienquartett, was auf ONE ausgestrahlt wird.

Filmografie

Schauspiel (Auswahl):

2019 Smallfoot (Als Synchronsprecher). Regie: Karey Kirkpatrick (Animationsfilm)
2016 Das Märchen vom Schlaraffenland. Regie: Carsten Fiebeler (Fernsehfilm)
2015 Er ist wieder da. Regie: David Wnendt (Spielfilm)
2014 Dina Foxx: Tödlicher Kontakt. Regie: Max Zeitler (Transmedia-Projekt)
2012 Oh Boy. Regie: Jan-Ole Gerster (Spielfilm)
2012: SOKO Leipzig: Spiel, Satz und Tod. Regie: Jörg Mielich (Fernsehserie)
2010 Im Angesicht des Verbrechens. Regie: Dominik Graf (Fernsehserie)
2009 Salami Aleikum. Regie: Ali Samadi Ahadi (Spielfilm)
2008 Stiller Frühling Regie: Nico Sommer (Spielfilm)
2007–2008: Geile Zeit. Regie: Martin Przyborowski, Michael Stelzer (Fernsehserie)

Stand: 21.07.2020

Daniela Knapp · Kamerafrau
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© Florian Miosge

Geboren in Österreich, in Berlin ansässig, diplomierte 2001 im Fachbereich Kamera an der Filmakademie Baden-Württemberg. Sie arbeitet seit ihrer Studienzeit mit dem Regisseur Sven Taddicken zusammen, unter anderem bei "Emmas Glück“ und "Gleissendes Glück“. Für Julia v. Heinz fotografierte sie "Was am Ende zählt“ und "Hannas Reise“.

Für ihre Arbeit an Chris Kraus’ Historienfilm "Poll“ wurde Daniela Knapp mit dem Deutschen Filmpreis 2011 für die Beste Kamera ausgezeichnet, ihr erster Fernsehfilm "Katharina Luther“ unter der Regie von Julia v. Heinz erhielt 2017 den Bayerischen Fernsehpreis für die beste Kamera. Sie ist Mitglied im BVK.

Filmografie

Kamera (Auswahl):

2019 Lauras Stern. Regie: Joya Thome (Spielfilm)
2019 Das schönste Paar. Regie: Sven Taddicken (Spielfilm)
2018 Grüner wird’s nicht. Regie: Florian Gallenberger (Spielfilm)
2017 Katharina Luther. Regie: Julia von Heinz (Fernsehfilm)
2016 Gleissendes Glück. Regie: Sven Taddicken (Spielfilm)
2014 Hannas Reise. Regie: Julia von Heinz (Spielfilm)
2012 Das System. Alles verstehen, heißt alles verzeihen. Regie: Marc Bauder (Spielfilm)
2011 Poll. Regie: Chris Kraus (Spielfilm)
2009 Zwölf Meter ohne Kopf. Regie: Sven Taddicken (Spielfilm)
2008 Was am Ende zählt. Regie: Julia von Heinz (Spielfilm)
2006 Emmas Glück. Regie: Sven Taddicken (Spielfilm)
2004 Die Fetten Jahre sind vorbei. Regie: Hans Weingartner (Spielfilm)
2001 Mein Bruder, der Vampir. Regie: Sven Taddicken (Spielfilm)

Stand: 21.07.2020

Soleen Yusef · Regisseurin und Drehbuchautorin
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© Leo Lokai

Geboren 1987 in Duhok, im kurdischen Teil des Irak. Im Alter von neun Jahren folgt aus politischen Gründen die Flucht nach Deutschland mit ihrer Familie. Von 2005 bis 2007 dann das Abitur im Bereich Mode und Bekleidung sowie eine Gesang- und Schauspielausbildung an der ACADEMY Bühnenkunstschule und eine Ausbildung zur IHK-Modenäherin. Danach Beschäftigung als Assistentin im Bereich Regie, Produktion und Vertrieb in der Verleih- und Produktionsfirma mîtosfilm. Ab 2008 Regiestudium an der Filmakademie Baden-Württemberg. Die entstandenen kurz- und mittellangen Filme feiern Premieren auf großen Festivals, z. B. auf der Berlinale in der Sektion Perspektive Deutsches Kino. "Haus ohne Dach" ist ihr Abschlussfilm an der Filmakademie Baden-Württemberg und wurde in ihrer Heimatstadt Duhok gedreht. Er gewinnt 2016 den FIRST STEPS Award in der Kategorie Abendfüllender Spielfilm. Anschließend folgt die Realisation mehrerer Serienprojekte als Regisseurin, unter anderem im Auftrag von Netflix und Amazon Prime. Parallel entstehen in der Tätigkeit als Drehbuchautorin eigene Kino- und Serienprojekte, darunter der Kinderfilm "Sieger sein", ein langersehntes Traumprojekt, welches mit DCM Pictures erfüllt wird.

Filmografie

Regie (Auswahl):

2020 Sieger sein (Spielfilm) – in Vorbereitung
2020 Deutschland 89 (Amazon-Serie, Regie zus. mit Randa Chahoud)
2019 Skylines (Netflix-Serie, Regie zus. mit Maximilian Erlenwein)
2018 Meiberger – Im Kopf des Täters (Servus TV-Serie)
2016 Haus ohne Dach (Spielfilm, 114′)
2015 Der NSU-Prozess – Das Protokoll des zweiten Jahres (Dokumentarfilm, 110′)
2014 Der NSU-Prozess – Protokoll des ersten Jahres (Dokumentarfilm, 110′)
2012 Trattoria (Spielfilm, 43′)
2011 NOŞ – auf dich (Kurzspielfilm, 21′)

Stand: 17.07.2020

Maryam Zaree · Schauspielerin, Regisseurin und Autorin
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© Stefan Klüter

Geboren 1983 in Teheran, Iran. Von 2004 bis 2008 Schauspielausbildung an der Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF. 2010 und 2012 Masterclass Larry Moss. Nach zahlreichen TV- und Theaterrollen ist "Born in Evin" ihr erster Film als Regisseurin, für den sie 2019 für den FIRST STEPS Award nominiert wurde und der 2020 den Deutschen Filmpreis als Bester Dokumentarfilm gewinnt. 2018 gewann sie den Grimme-Preis für ihre Rolle in "4 Blocks". Sie ist zudem als Theaterautorin tätig und gewann für ihr erstes Stück "Kluge Gefühle" den Autoren-Preis des Heidelberger Stückemarkts 2017. 2019 erhielt sie eine Einladung für die Writers Residency am Royal Court Theatre in London. 2020 war sie Berlinale-Jurymitglied Jahr für den Amnesty International Filmpreis.

Filmografie

Regie

2019 Born in Evin (Dokumentarfilm, 96′)

Schauspiel (Auswahl):

2020 MaPa. Regie: Jano Ben Chaabane (Serie)
2020 Undine. Regie: Christian Petzold (Spielfilm, 90′)
2019 Futur Drei. Regie: Faraz Shariat (Spielfilm, 89′)
2019 Systemsprenger. Regie: Nora Fingscheidt (Spielfilm, 118′)
2018 Transit. Regie: Christian Petzold (Spielfilm, 101′)
2017 4 Blocks. Regie: Marvin Kren (Serie)
2010 Shahada. Regie: Burhan Qurbani (Spielfilm, 95′)
2007 Vögel ohne Beine. Regie: Burhan Qurbani (Spielfilm, 37′)

Stand: 04.08.2020