Fünf Personen stehen in einem Innenraum zusammen und lächeln in die Kamera. Drei Frauen stehen in der ersten Reihe, zwei Männer stehen hinter ihnen. Sie tragen legere, dunkle Kleidung vor einem neutralen Hintergrund.
Förderinitiativen

FIRST STEPS Stipendium

gestiftet von der YOUNG TALENT FOUNDATION BERLIN

Über das Stipendium

Das Stipendium wird von der YTF Young Talent Foundation Berlin gGmbH (YTF Berlin) gestiftet und richtet sich ausschließlich an die FIRST STEPS Nominierten des aktuellen Jahrgangs.
Das Stipendium in Höhe von 10.000 Euro wird an eine:n Filmschaffende:n zur finanziellen Unterstützung des nächsten Projekts während der Stoff- bzw. Projektentwicklung vergeben. Der Fokus liegt auf abendfüllenden Spiel- oder Dokumentarfilmen sowie Animationsfilmen (aller Längen). Eine unabhängige Fachjury aus der Filmbranche entscheidet über die Vergabe des Stipendiums. Zusätzlich zum Stipendium wird ein begleitendes Mentoring durch die YTF Berlin, FIRST STEPS sowie Teilen der Fachjury angeboten.

Das FIRST STEPS Stipendium 2025 erhalten Marlene Bischof und Nicolai Zeitler für ihr Projekt WEIL ICH EIN KIND DER SONNE BIN.

Ein Mann mit Brille und Bart steht neben einer Frau mit blondem Haar, beide lächeln leicht, vor einer grünen Wand mit zwei modernen schwarz-goldenen Wandleuchtern.
© Estelle Hoffner

Die Jury 2025 bestand aus:

Die Jury begründete ihre Entscheidung wie folgt:

Wie fühlt es sich an, wenn Nähe mehr Angst als Sicherheit auslöst und man sich trotzdem danach sehnt, gesehen zu werden? WEIL ICH EIN KIND DER SONNE BIN stellt genau dieses Gefühl ins Zentrum. Die Jury war besonders berührt von der unmittelbaren Nähe zur Hauptfigur. Wir sind ständig in ihrem Kopf. Ihr innerer Monolog reißt nicht ab, sie kommentiert unablässig ihre Unsicherheiten, ihre Angst, jede kleine Situation. Diese innere Stimme treibt den Film voran, bestimmt Tempo und Rhythmus der Bilder. Schnell, präzise, oft komisch und gleichzeitig schmerzhaft ehrlich. Doch in dieser Geschichte geht es um noch mehr. Es geht um Überforderung, um Verletzungen, die nicht einfach verschwinden, und um den ständigen Druck, ,richtig‘ zu funktionieren. Das kennen viele, besonders jü ngere Menschen, die sich in dieser Figur wiedererkennen werden. Mit seinem Ton zwischen Leichtigkeit und Ernst, den klugen und originellen Dialogideen und einer starken filmischen Vision hat WEIL ICH EIN KIND DER SONNE BIN das Potenzial, ein wichtiger und zugleich unterhaltsamer Kinofilm zu werden, der seine Hauptfigur ernst nimmt und sie nie verrät.

Rückblick 2024

Das FIRST STEPS Stipendium 2024 erhielt Felix Maria Bühler für sein Dokumentarfilmprojekt PHANTOMGRENZE (AT). Der Regisseur begibt sich damit auf eine Reise entlang der ehemaligen innerdeutschen Grenze.

Ausgewählt wurde das Projekt von der Jury, bestehend aus:

  • Aelrun Goette, Regisseurin und Drehbuchautorin
  • Claudia Lehmann, CEO & Owner maz&movie GmbH
  • Armin Schneider, Geschäftsführer der YTF Berlin
  • Magnus Vortmeyer, Managing Director TOBIS

Die Jury begründete ihre Entscheidung wie folgt:

Obwohl die Grenze zwischen Ost und West seit zwei Generationen nicht mehr physisch existiert, durchzieht eine unsichtbare Mauer unser Land. Sie zeigt sich in wirtschaftlichen und kulturellen Unterschieden, in Vorurteilen, unterschiedlichen Erfahrungen und historischen Prägungen. Felix Maria Bühler erzählt von den dort lebenden Menschen, davon, wie sehr die Vergangenheit ihr gegenwärtiges Denken und Handeln beeinflusst, warum die Grenze in den Köpfen noch so sehr präsent ist, aber auch von Gemeinsamkeiten und Annäherungen. Wir freuen uns, Felix mit dem ersten FIRST STEPS Stipendium unterstützen zu dürfen.

Aufgrund der hohen Qualität der Einreichungen hat sich die Jury darüber hinaus entschieden, eine lobende Erwähnung auszusprechen für Hannes Schilling und sein Spielfilmprojekt DIE FALSCHE POLIZISTIN (AT). Darin geht es um die junge Transfrau Aylin, die sich im Zuge alltäglicher Demütigungen als falsche Polizistin ausgibt, bis ihr riskantes Spiel außer Kontrolle gerät.

DIE FALSCHE POLIZISTIN (AT) hat uns sofort gefesselt. Die auf wahren Begebenheiten beruhende Geschichte verspricht sowohl soziale Milieustudie, als auch packender Thriller zu werden. Wir sind gespannt auf die Weiterentwicklung des Stoffes und freuen uns auf die Begleitung des Projektes von Hannes Schilling.