Maximilian Conway
Ein Mann mit kurzen braunen Haaren und heller Haut blickt mit einem leichten Lächeln in die Kamera; er trägt eine dunkle Jacke vor einem schlichten, hellen Hintergrund.
© Jakobi

Maximilian Conway studierte zunächst Architektur in seiner Heimatstadt Graz, bevor er Regie an der Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF studierte. Für seinen Bachelorabschlussfilm LIEBE, PFLICHT & HOFFNUNG wurde Hauptdarstellerin Barbara Colceriu 2021 mit dem Götz George Nachwuchspreis der FIRST STEPS Awards ausgezeichnet. Während der Pandemie setzte Maximilian Conway sein Regiestudium an der Filmakademie Wien fort. Sein Abschlussfilm HASENFUSS markiert den Abschluss des Masterstudiums und knüpft an seine filmische Auseinandersetzung mit persönlichen und gesellschaftlichen Themen an.

Filmografie

Regie:

2026 HASENFUSS / RABBIT DON’T RUN (Regie gemeinsam mit Elisabeth Jakobi)
2023 CIAO, CZERNY, CIAO (Regie & Drehbuch gemeinsam mit Elisabeth Jakobi)
2020 LIEBE, PFLICHT & HOFFNUNG / LOOK FOR THE SILVER LINING
2019 TOMMI & WOLF
2017 MR UPPERCUT – HOW TO BE A CHAMPION

Stand: 14.08.2026

Jurybegründung zur Nominierung:

HASENFUSS erzählt von Verantwortung, Ehrgeiz und den kleinen Entscheidungen, die immer größere Folgen nach sich ziehen. Dramaturgisch ausgereift findet der Film den richtigen Erzählrhythmus und entwickelt eine stetig wachsende Spannung, ohne jemals laut oder plakativ zu werden. Das überzeugende Ensemble, allen voran das glaubwürdige Zusammenspiel der beiden zentralen Figuren, trägt die Geschichte mit großer Selbstverständlichkeit. Besonders bemerkenswert ist die Konsequenz, mit der der Film moralische Fragen offenlässt und seinem Publikum eigene Antworten zutraut. Ein dicht erzähltes Drama, das bis zu seinem eleganten Schluss in den Bann zieht.

HASENFUSS

Toni arbeitet als Altenpfleger in Niederösterreich, doch seine Leidenschaft gilt dem Fußball. Um trotz einer Verletzung weiter für den örtlichen Verein stürmen zu können, stiehlt er Medikamente aus dem Pflegeheim. Seine Freundin Nadia ahnt zunächst nichts davon. Erst als die gefährlichen Pillen in die Hände ihrer kleinen Kinder geraten, kann Toni ihr nicht länger etwas vormachen.

Ausbildungsstätte: Filmakademie Wien
Produktion: Filmakademie Wien
Verleih shortlisted
Filmkategorie: Mittellanger Spielfilm
Länge: 30 Minuten

Stab

Regie Maximilian Conway, Elisabeth Jakobi
Produktion Dominic Kubisch, Julie Stempelová
Drehbuch Elisabeth Jakobi
Kamera Konstantin Johann
Schnitt Alexander Worsch
Co-Montage Maximilian Conway
Szenenbild Laura Huber
Kostüm Anna Jo Suzuki
Maske Helena Stöß
Originalton Mathias Edelmann, Hubert Grissemann, Lukas Ellmer, Julian Schönberger
Sounddesign Fabian Hainzl
Mischtonmeister Rudolf Pototschnig
Filmmusik Florian Seyser-Trenk, Felix Römer
Darsteller:innen Christoph Kohlbacher (Toni), Lorena Emmi Mayer (Nadia), Ida Beier (Lilith), Luise Morawetz (Aileen), Savita Brosenbauer (Lia), Kristina Bangert (Chefin), Werner Brix (Trainer), Tom Feichtinger (Berater), Marion Rottenhofer (Oma), Angelina Saloniemi (Annika)

Rasam Noori
Eine Person mit kurzen, dunklen Haaren und einem gepflegten Bart trägt ein hellblaues Hemd mit Knöpfen, sitzt vor einem schlichten, hellen Hintergrund und lächelt leicht.
© Rasam Noori

Rasam Noori wurde 1992 in Isfahan, Iran, geboren. Er studierte Film und Drehbuch in seiner Heimatstadt, bevor er nach Deutschland zog und ein postgraduales Studium an der Kunsthochschule für Medien Köln absolvierte. Dort spezialisierte er sich auf Drehbuch und Spielfilmregie. Sein Kurzfilm EVERYTHING ABOUT A MUTUAL ACQUAINTANCE wurde auf zahlreichen internationalen Filmfestivals gezeigt und mehrfach ausgezeichnet. Heute arbeitet Rasam Noori als unabhängiger Filmemacher und entwickelt persönliche, poetische und gesellschaftlich reflektierende Stoffe für Kino und Film.

Filmografie

Regie, Drehbuch & Schnitt:

2026 GORDIAN KNOT
2023 EVERYTHING ABOUT A MUTUAL ACQUAINTANCE

Stand: 14.08.2026

Jurybegründung zur Nominierung:

Aus einer einfachen Suche entwickelt GORDIAN KNOT eine vielschichtige Auseinandersetzung mit Exil, Identität und politischer Verantwortung. Der Film verzichtet auf große Gesten und findet gerade in seiner ruhigen Erzählweise eine eindrucksvolle Kraft. Schritt für Schritt entsteht das Bild eines Menschen, der sich im Schicksal eines anderen selbst begegnet. Dabei entwickelt die Geschichte eine beinahe kafkaeske Atmosphäre, die Orientierungslosigkeit und Unsicherheit eindringlich erfahrbar macht. Ein erzählerisch kluger Film.

GORDIAN KNOT

Keywan erhält einen Anruf von einer Frau aus dem Iran, die ihn bittet, in Köln nach ihrem Sohn Ashkan zu suchen, den sie seit drei Tagen nicht mehr erreichen kann. Obwohl Keywan Ashkan kaum kennt, übernimmt er die Suche. Je länger er nach dem Vermissten sucht, desto mehr wird ihm bewusst, wie sehr sie sich ähneln.

Ausbildungsstätte: Kunsthochschule für Medien Köln
Produktion: Kunsthochschule für Medien Köln
Filmkategorie: Mittellanger Spielfilm
Länge: 39 Minuten

Stab

Regie Rasam Noori
Produktion Leyla Roy, Rasam Noori
Drehbuch Rasam Noori
Kamera Carmen Lucía Rivadeneira
Schnitt Marzie Khanahmadi, Rasam Noori
Ton Hassan Mahdavi
Kostüm Bomin Kwon, Pia Maria Laabs
Maske Tatjana Wellner, Felix Lessmeister
Regieassistenz Florian Schmitz
Set Design Mina Amiri
Filmmusik Saba Nedaei
Color Grading Ewald Hentze
Darsteller:innen Navid Fayyaz, Dagmar Operskalski, Shehab Fatoum, Sina Feyz, Mila Moinzade, Yasmin Slama, Rasoul Mohammadi, Damoon Jafari, Sara Sayadi, Faeze Mojahedtalab, Christoph Bertram, Michel Gerhold

Samuel N. Schwarz & Valentin Wanker
Zwei Männer stehen dicht beieinander. Der Mann links hat rote Haare, einen Schnurrbart und trägt eine Jeansjacke mit Blumenansteckern. Der Mann rechts hat einen Bart, trägt eine dunkelblaue Mütze und ein hellblaues Hemd. Beide blicken in die Kamera und lächeln sanft.
© Manuel Schamberger

Samuel N. Schwarz

Samuel N. Schwarz wurde 1996 in Berlin geboren. Nach einem Studium der Kunstgeschichte und Theaterwissenschaft an der Freien Universität Berlin begann er 2018 sein Regiestudium an der Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF, das er 2026 mit dem Master Spielfilmregie abschloss. Seine Kurzfilme wurden auf zahlreichen nationalen und internationalen Festivals gezeigt und unter anderem für den Europäischen Kinderfilmpreis nominiert. 2023 nahm Samuel N. Schwarz an der Winterclass Serial Writing des Erich Pommer Instituts teil. Gemeinsam mit Valentin Wanker entwickelt und inszeniert er Stoffe unter dem Namen „Die Nepomuks“. Das Duo war 2024 und 2025 Finalist des RTL+ Storytellers Wettbewerbs.

Filmografie

Regie:

2026 KING OF WAR (Regie & Drehbuch mit Valentin Wanker)
2021 IM TAUMEL DER PLANETEN (Regie & Drehbuch mit Valentin Wanker)
2019 WELLEN AUS LICHT

Stand: 14.08.2026

Valentin Wanker

Valentin Wanker wurde 1988 in Salzburg geboren und wuchs in Tirol auf. Nach einer berufsbegleitenden Matura im Bereich Kommunikationsdesign arbeitete er zunächst als Freelancer in der Werbebranche und anschließend als Editor bei einer Filmproduktionsfirma in Wien. Seit 2018 lebt er in Berlin und studierte bis 2026 Regie an der Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF. Seine Kurzfilme liefen auf zahlreichen Festivals. 2023 nahm Valentin Wanker an der Winterclass Serial Writing des Erich Pommer Instituts teil. Gemeinsam mit Samuel N. Schwarz bildet er das Regie- und Autorenduo „Die Nepomuks“, das 2024 und 2025 das Finale des RTL+ Storytellers Wettbewerbs erreichte.

Filmografie

Regie:

2026 KING OF WAR (Regie & Drehbuch mit Samuel N. Schwarz)
2021 SMÀRE (Regie & Drehbuch mit Samuel N. Schwarz)
2021 IM TAUMEL DER PLANETEN (Regie & Drehbuch mit Samuel N. Schwarz)

Stand: 14.08.2026

Jurybegründung zur Nominierung:

Zwischen Frontlinien, Straßenstaub und absurden Handelsgeschäften entwirft KING OF WAR eine Welt, die zugleich märchenhaft und erschreckend gegenwärtig wirkt. Mit großer erzählerischer Energie verbindet der Film Roadmovie, Kriegsparabel und Charakterstudie zu einer eigenständigen filmischen Erfahrung. Die Kameraarbeit, das präzise Schauspiel und die sichere Inszenierung verleihen der Geschichte eine beeindruckende Souveränität. Vor allem aber überzeugt der Film durch seine klare Vision. Ein außergewöhnlich selbstbewusster Film, der neugierig auf die nächsten Arbeiten seiner Regisseure macht.

KING OF WAR

Um nicht ins Militär eingezogen zu werden, nimmt der Schmuggler Jep einen ungewöhnlichen Auftrag an: Er soll einen kleinen Hund zu seinem neuen Besitzer an die Front bringen. Auf seiner Reise durch das namenlose Kriegsgebiet begegnet er verlassenen Schauplätzen des Krieges, feiernden Blauhelmsoldaten und einem Deserteur auf der Flucht, den er in Sicherheit bringen soll. Doch das würde ihn in die entgegengesetzte Richtung führen. Jep muss ihn irgendwie loswerden. Und als es ihm am Ende tatsächlich gelingt, den Hund an der Front abzuliefern, und es so scheint, als hätte er sich wieder einmal aus allem Schlamassel herausgewunden, wird er zum ersten Mal mit den Konsequenzen seines Handelns konfrontiert.

Ausbildungsstätte: Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF
Produktion: Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF, ZDF/3sat
Filmkategorie: Mittellanger Spielfilm
Länge: 40 Minuten

Stab

Regie Die Nepomuks (Samuel N. Schwarz & Valentin Wanker)
Produktion Eline Weßkamp
Drehbuch Die Nepomuks (Samuel N. Schwarz & Valentin Wanker)
Kamera Leo Schmidt
Schnitt Alexander Borowski
Sound Design Johannes Luppa, Tim Andersen, Julian Maßmann
Kostüm Leonie Schöning
Maske Emmie Quade, Svitlana Karelova
VFX Supervisor Valentino Rentz
Szenenbild Dorka Kreisz
Redaktion Meike Klingenberg (ZDF/3Sat), Elisabeth Rupp (ZDF/3Sat)
Filmmusik Christa Abels
Darsteller:innen Andreas Döhler, Noah Tinwa, Morgane Ferru, Karin Neuhäuser, Martin Reckers, Vlad Legendi, Caspar Gierden Collieux, Irma Trommer & Lili

Über die Nominierungen in der Kategorie Mittellanger Spielfilm hat die Spielfilmjury, bestehend aus Catherine Colas, Bella Halben, Philipp Kreuzer, Nele Mueller-Stöfen und Karl Schirnhofer entschieden.