Alice Agneskirchner · Regisseurin
Alice Agneskirchner, Dokumentarfilmjury First Steps

Alice Agneskirchner ist in München geboren und noch vor Mauerfall an die Filmhochschule nach Babelsberg gegangen. Ihr Abschlussfilm RAULIEN’S REVIER gewann den Regie-Award der Filmhochschulen – den Vorläufer des FIRST STEPS Awards. Für ihre dokumentarischen Filme sucht sie sich mit einem neugierigen und offenen Blick ganz unterschiedliche Menschen und Themen, daraus gestaltet sie Erzählungen aus der Wirklichkeit.

Der Kino-Dokumentarfilm AUF DER JAGD – WEM GEHÖRT DIE NATUR – ein Film, der das System Wald und Forstwirtschaft anhand der Jagd und der Jäger aus unterschiedlichen Perspektiven betrachtet – war 2018 in 130 Kinos deutschlandweit mehrere Wochen zu sehen und hatte 50.000 Zuschauer. LAMPENFIEBER, eine einjährige filmische Begleitung von fünf Kindern (9-16 Jahre), die im „Jungen Ensemble“ des Friedrichstadt-Palastes auf der Bühne stehen, hatte seine Premiere auf der Berlinale 2019. Für die 90-minütige Dokumentation WIE HOLOCAUST INS FERNSEHEN KAM, wurde ihr 2020 der Grimme-Preis verliehen. Im Augenblick bereitet sie ein Filmprojekt vor, das die gesellschaftlichen Zusammenhänge des Suizids untersucht und arbeitet an dem Dokumentarfilm ERIKA UND ULRICH – EIN LEBEN FÜR DEN FILM.

Filmografie

Buch und Regie (Auswahl):

2019 WIE HOLOCAUST INS FERNSEHEN KAM (Dokumentation, 45′ + 90′)
2019 LAMPENFIEBER (Dokumentarfilm, 90′)
2018 AUF DER JAGD – WEM GEHÖRT DIE NATUR? (Dokumentarfilm, 100′)
2013 EIN APARTMENT IN BERLIN (Dokumentarfilm, 85′)
2010 DEUTSCHLAND DEINE KÜNSTLER: DORIS DÖRRIE (Dokumentation, 45′)
2007 LIEBE MAMA, ICH KANNTE DICH KAUM… (Dokumentarfilm, 90′)
2003 ZUSAMMEN (Kurzfilm für VW-Museum in 70mm, 14′)
2001 CHEERLEADER STORIES (5-teilige Doku-Serie, je 27’)
1999 WASCHEN UND LEGEN (Dokumentarfilm, 90′)
1994 RAULIEN’S REVIER (Dokumentarfilm, 85’)

Yunus Roy Imer · Kameramann
Yunus Roy Imer, Dokumentarfilmjury First Steps

Yunus Roy Imer wurde in Zürich geboren. Nach einem Propädeutikum in Film und Fotografie an der Zürcher Hochschule der Künste studierte er Bildgestaltung/Kamera an der Filmakademie Baden-Württemberg und nahm als Talent beim Sarajevo Film Festival und den Berlinale Talents teil. Sein erster Spielfilm SYSTEMSPRENGER (Regie: Nora Fingscheidt) lief auf der Cameraimage in der Sektion Cinematographer’s Debut Competition, war Deutscher Oscar-Kandidat 2020 und wurde weltweit auf zahlreichen Festivals ausgezeichnet, unter anderem mit einem Silbernen Bären (ehemals Alfred-Bauer-Preis) der Berlinale 2019. Im gleichen Jahr feierte der Kinodokumentarfilm SPACE DOGS (Regie: Elsa Kremser und Levin Peter) seine Premiere auf dem Locarno Film Festival, gewann den Best Austrian Film Prize der Viennale und wurde als Beste Bildgestaltung für Dokumentarfilm mit dem Diagonale-Preis`20 ausgezeichnet.
Mit dem Kinodokumentarfilm OHNE DIESE WELT (Regie: Nora Fingscheidt) war er 2018 für den Deutschen Kamerapreis nominiert. OHNE DIESE WELT und HINTER DEM SCHNEESTURM (Regie: Levin Peter) wurden unter anderen mit dem FIRST STEPS Award für den Besten Dokumentarfilm ausgezeichnet. Ein weiterer FIRST STEPS Award ging an HÖRST DU, MUTTER? in der Kategorie Bester Kurzfilm.

Zuletzt arbeitete Yunus Roy unter anderen mit Jan Gassmann für einen Spielfilm in der Schweiz und der renommierten Filmemacherin Helke Misselwitz und dem Regisseur Özcan Alper in der Türkei zusammen. Yunus Roy Imer spricht Deutsch, Englisch, Türkisch, ein wenig Französisch und lebt in Berlin.

Filmografie

Kamera:

2019 SYSTEMSPRENGER. Regie: Nora Fingscheidt (Spielfilm, 118’)
2019 SPACE DOGS. Regie: Elsa Kremser und Levin Peter (Dokumentarfilm, 90′)
2019 HÖRST DU, MUTTER?. Regie: Tuna Kaptan (Kurzspielfilm, 20’)
2017 OHNE DIESE WELT. Regie: Nora Fingscheidt (Dokumentarfilm, 115′)
2016 FOR WHOM I MIGHT DIE. Regie: Levin Peter (Kurzfilm, 20′)
2016 BILDER VOM FLO. Regie: Julian Vogel (Dokumentarfilm, 99′)
2016 FAMILIE SEIN. Regie: Friederike Fiek (Spielfilm, 29′)
2015 HINTER DEM SCHNEESTURM. Regie: Levin Peter (Dokumentarfilm, 92′)
2013 3000. Regie: Leonel Dietsche (Dokumentarfilm, 38′)
2013 MEER ZWISCHEN UNS. Regie: Julian Köberer (Spielfilm, 30′)
2013 FINGERPLAY. Regie: Mauro Müller (Spielfilm, 30′)
2012 WORK. Regie: Friederieke Fiek (Kurzspielfilm, 12′)
2012 EIN VERSPRECHEN. Regie: Levin Peter (Dokumentarfilm, 70′)
2011 MAGNETFELDER. Regie: Jan Eric Mack (Kurzspielfilm, 11′)
2011 ICH BIN GLÜCKLICH, RAINER WILL MICH INS KINO EINLADEN. Regie: Jan Koslowski (Spielfilm, 70′)
2011 FINNLAND, HELSINKI. Regie: Pascal Griesshammer, Robin Wenger (Kurzspielfilm, 25′)
2010 SYNKOPE. Regie: Nora Fingscheidt (Kurzspielfilm, 26′)
2010 SONOR. Regie: Levin Peter (Spielfilm, 36′)

Dunja Hayali · Journalistin und Fernsehmoderatorin
Dunja Hayali_Dokumentarfilmjury_(c) Jennifer Fey
© Jennifer Fey

Seit 2010 präsentiert Dunja das „ZDF-Morgenmagazin“. Sie moderiert das Talkmagazin „dunja hayali“ und „das aktuelle sportstudio“. Außerdem schrieb sie die Bücher „Is’ was, Dog?“ und „Haymatland“ – Wie wollen wir zusammenleben?.
Für ihr Engagement gegen Fremdenfeindlichkeit und Rassismus wurde sie mehrfach ausgezeichnet.

Anja Pohl · Editorin
Anja Pohl_Dokumentarfilmjury_(c) Gerald von Foris
© Gerald von Foris

Geboren wurde Anja Pohl 1967 in München. Noch während ihres Studiums der Neueren und Neuesten Geschichte und Politischen Wissenschaften begann sie den Studiengang Allgemeine Gestaltung an der Zürcher Schule für Gestaltung. Nach ihrem Abschluss im Jahr 1992 begann sie als freiberufliche Editorin zu arbeiten, so an prominenten Dokumentarfilmen wie DIE GESCHICHTE VOM WEINENDEN KAMEL (2003), der für den FIRST STEPS Award und den Academy Award nominiert wurde, DIE UNZERBRECHLICHEN und EL BULLI – COOKING IN PROGRESS, für den sie den Deutschen Kamerapreis für den besten Schnitt eines Dokumentarfilms erhielt.

Darüber hinaus war Anja Pohl Lehrbeauftragte für Schnitt an der Hochschule für Fernsehen und Film München und der ifs internationale filmschule Köln. Sie hat an vielen ausgezeichneten Filmen mitgewirkt, wie BANG BOOM BANG, der den Förderpreis Neues Deutsches Kino auf dem Filmfest München erhielt oder WER FRÜHER STIRBT, IST LÄNGER TOT (2006), der als bester Spielfilm beim Deutschen Filmpreis ausgezeichnet wurde und ihr dort auch eine Nominierung für den Besten Schnitt einbrachte. Neben DAS MÄDCHEN MIT DEN GOLDENEN HÄNDEN gehören zu Pohls jüngsten Projekten u.a. der mehrfach ausgezeichnete Kinofilm WACKERSDORF von Oliver Haffner (2018), mit dem sie bereits 2014 bei EIN GESCHENK DER GÖTTER zusammenarbeitete, die beiden vielbeachteten Dokumentarfilme ELTERNSCHULE von Jörg Adolph und Ralph Bücheler (2018) und WALCHENSEE FOREVER von Janna Ji Wonders, der eine Auszeichnung als Bester Dokumentarfilm im Rahmen des Bayerischen Filmpreis 2019 bekam. Anja Pohl wurde für WALCHENSEE FOREVER mit dem Deutschen Kamerapreis 2020 für Schnitt Dokumentarfilm gewürdigt.

Filmografie

Schnitt (Auswahl):

2021 DAS MÄDCHEN MIT DEN GOLDENEN HÄNDEN. Regie: Katharina Marie Schubert (Spielfilm)
2021 POLIZEIRUF 110. Regie: Oliver Haffner (Spielfilm)
2020 WALCHENSEE FOREVER. Regie: Janna Ji Wonders (Dokumentarfilm)
2019 DAS GEHEIME LEBEN DER BÄUME. Regie: Jörg Adolph (Dokumentarfilm)
2018 ELTERNSCHULE. Regie: Jörg Adolph, Ralf Büchler (Dokumentarfilm)
2018 WACKERSDORF. Regie: Oliver Haffner (Spielfilm)
2017 The POETRESS. Regie/Produktion Stefanie Brockhaus, Andy Wolff (Dokumentarfilm)
2016 LEBEN – GEBRAUCHSANWEISUNG. Regie: Jörg Adolph, Ralf Büchler (Dokumentarfilm)
2016 NELLYS ABENTEUER. Regie: Dominik Wessely (Spielfilm)
2014 Ein GESCHENK der GÖTTER. Regie: Oliver Haffner (Spielfilm)
2013 MAKING of HEIMAT. Regie mit Jörg Adolph. (Dokumentarfilm)
2011 DIE GROSSE PASSION. Regie: Jörg Adolph (Dokumentarfilm)
2010 EL BULLI – COOKING IN PROGRESS. Regie: Gereon Wetzel (Dokumentarfilm)
2009 AVENIDA ARGENTINA. Regie: Milena Bonse (Dokumentarfilm)
2009 MEIN LEBEN IM OFF. Regie: Oliver Haffner (Spielfilm)
2008 FEUERHERZ. Regie: Luigi Falorni (Spielfilm)
2007 GEGENSCHUSS – AUFBRUCH der FILMEMACHER. Regie: Dominik Wessely (Dokumentarfilm
2006 GOLDENE ZEITEN. Regie: Peter Thorwarth (Spielfilm)
2006 WER FRÜHER STIRBT, IST LÄNGER TOT. Regie: Markus H. Rosenmüller (Spielfilm)
2005 DIE UNZERBRECHLICHEN. Regie: Dominik Wessely (Dokumentarfilm)
2004 SÜPERSEKS. Regie: Torsten Wacker (Spielfilm)
2003 DIE GESCHICHTE VOM WEINENDEN KAMEL. Regie: Luigi Falorni , Byambasuren Davaa (Dokumentarfilm)
2001 WAS NICHT PASST, WIRD PASSEND GEMACHT. Regie: Peter Thorwarth (Spielfilm)
1999 BANG BOOM BANG. Regie: Peter Thorwarth (Spielfilm)

Jakob Weydemann · Produzent
Jakob Weydemann_Dokumentarfilmjury
© Peter Hartwig

Jakob D. Weydemann wurde in Hamburg geboren und hat in Mailand gelebt, wo er seinen Zivildienst leistete. Er studierte Politikwissenschaften und absolvierte am CECC in Barcelona ein Regiestudium. Er ist u.a. Alumni von Ateliers du Cinéma Européen (ACE), Documentary Campus Masterschool und der ‚International Producing Class‘ der Internationalen Filmschule Köln (ifs). Zusammen mit seinem Bruder Jonas Weydemann gründete er 2012 die Produktionsfirma Weydemann Bros. Jakob wurde mit dem ‚Variety’s 10 producers to watch‘ Preis in Cannes, dem Bayerischen Filmpreis als Bester Produzent, sowie dem Deutschen Filmpreis in Gold ausgezeichnet und ist Mitglied des ACE Producers Network, des Produzentenverband, der Deutschen Filmakademie und der Europäischen Filmakademie.

Filmografie

Produktion (Auswahl):

2019 SYSTEMSPRENGER. Regie Nora Fingscheidt (Spielfilm)
2019 ZU WEIT WEG. Regie Sarah Winkenstette (Kinderfilm)
2019 PRÉLUDE. Regie Sabrina Sarabi (Spielfilm)
2019 DER GEBURTSTAG. Regie Carlos Morelli (Spielfilm)
2018 IN THE MIDDLE OF THE RIVER. Regie Damian John Harper (Spielfilm)
2017 ALS PAUL ÜBER DAS MEER KAM. Regie Jakob Preuss (Dokumentarfilm)
2017 TOUCHING CONCRETE. Ilja Stahl (Dokumentarfilm)
2016 ANISHOARA. Regie Ana-Felicia Scutlenicu (Spielfilm)
2016 SEX & CRIME. Regie Paul Florian Müller (Spielfilm)
2015 VORSTADTROCKER. Regie Martina Plura (TV-Film)
2014 LOS ÁNGELES. Regie Damian John Harper (Spielfilm)
2014 DRIFTER. Regie Gábor Hörcher (Dokumentarfilm)
2012 SILENCIO EN LA TIERRA DE LOS SUENOS. Regie Tito Molina (Spielfilm)
2012 PANIHIDA. Regie Ana-Felicia Scutelnicu (Spielfilm)